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TENS EMS Elektrostimulation

TENS EMS Elektrostimulation - Elektrotherapie

TENS EMS Elektrostimulation - Elektrotherapie

 

Was bedeuten die beiden Kürzel TENS und EMS?

Im Zusammenhang mit dem Thema Elektrostimulation haben Sie bestimmt schon öfters von TENS und EMS gehört. Hier erfahren Sie, was sich hinter diesen beiden Kürzeln verbirgt.

TENS ist eine spezielle Form der Elektrostimulation und bedeutet Transkutane Elektrische Nervenstimulation (transkutan = durch die Haut hindurch). Es handelt sich um eine medikamentfreie Behandlung von Schmerzen. Weitere Infos zu TENS hier

Auch EMS ist eine besondere Form der Elektrostimulation, steht für Elektrische Muskelstimulation und wird hauptsächlich zum Muskelaufbau, zur Vermeidung von Muskelatrophie oder als Ergänzung zum aktiven Sporttraining eingesetzt. Weitere Infos zu EMS hier

Durch die Haut hindurch, dann auch noch im Zusammenhang mit Strom - das klingt zunächst einmal eher beunruhigend und schmerzhaft statt angenehm. Aber keine Angst, die verursachten Empfindungen bei der TENS EMS Elektrostimulation unterhalb den elektrisch leitfähigen Elektroden, im Gewebe oder im Muskel, sind absolut ertragbar bzw. in den meisten Fällen sogar sehr angenehm. Hohe Frequenzen verursachen ein schnelles Zucken oder Kribbeln, niedrige Frequenzen ein intensives, langsames Zucken oder auch sattes Klopfen. Elektrostimulation mit hohen Frequenzen findet bei der TENS-Behandlung Anwendung, die sich auf die Linderung von Schmerzen konzentriert. Elektrostimulation mit mittleren bis tiefen Frequenzen findet bei der EMS zum Aufbau und zur Regeneration von einzelnen Muskelgruppen Einsatz.

 

Die Geschichte von TENS EMS Elektrostimulation

Verschiedene Stellen wollen von einem römischen Geschichtsschreiber wissen, der von Elektrostimulation bzw. der Anwendung der Elektrizität zur Schmerzlinderung bereits im alten Ägypten berichtete. Der von Schmerzen geplagte Mensch soll sich im seichten Meerwasser einen Zitterrochen gesucht haben, um sich dann so lange mit beiden Füßen auf ihn zu stellen, bis er ein Taubheitsgefühl in Fuß und Bein bekam und somit die Schmerzen gelindert waren. Die Vorstellung einen zappelnden Zitterrochen unter den Füßen zu haben, der auch noch Elektroschläge austeilt, läd kaum zur Nachahmung ein, entspricht aber dem noch heute angewandten Prinzip, Elektrostimulation bzw. eine elektrische Quelle zur Behandlung von Schmerzen einzusetzen.

Während der technischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte man die Schmerzbehandlung durch elektrischen Strom wieder. Elektrostimulation wurde zur Blockierung der Schmerzweiterleitung eingesetzt, um das Schmerzempfinden bei chirurgischen Eingriffen auszuschalten. Die Methode verlor jedoch durch die Entdeckung und Weiterentwicklung gasförmiger Narkosemittel zunächst mal wieder an Bedeutung.

Erst in den 60er Jahren wurde das Interesse für die Schmerztherapie durch Elektrostimulation erneut geweckt. Im Jahre 1965 entwickelten und veröffentlichten die beiden Wissenschaftler Ronald Melzac und Patrick D. Wal die "Gate-Control-Theory" des Schmerzes. Diese geht von einem besonderen Nervenmechanismus im Hinterhorn des Rückenmarks aus, welcher wie ein "Schmerz-Tor" arbeitet und unter bestimmten Umständen Schmerzempfinden zum Gehirn weiterleiten aber auch blockieren kann.

Hatten die in Arztpraxen betriebenen Geräte zur Elektrostimulation in den 70er Jahren noch die Größe von Schrankkoffern, schritt die Entwicklung der Mikroelektronik schon bald soweit voran, dass sie die Herstellung von Steuergeräten zur Elektrostimulation in handlicher Größe möglich machte. Angefangen in den USA verbreitete sich das Verfahren innerhalb der letzten 20 bis 25 Jahre über Skandinavien nach Deutschland, womit wir schon fast beim heutigen Stand wären.

Durch die Aufnahme der Geräte in den Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 1987 wurde die Verbreitung von TENS EMS Elektrostimulation in Deutschland jedoch erst deutlich vorangetrieben. Heute wird TENS EMS Elektrostimulation in fast allen schmerztherapeutischen Institutionen angewandt und findet auch problemlos zu Hause ohne die Betreuung eines Arztes Anwendung.

 

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